Schon wieder drei Wochen nichts geschrieben. Ich werd immer schlechter. Diesmal wirklich kurz zusammengefasst die Erlebnisse der letzen Wochen:
Diesmal hab ich allerdings ne gute Ausrede. Vor drei Wochen war Half-Term, sprich eine Woche schulfrei. In dieser Woche hatten wir von Dienstag bis Freitag SWAP, eine von Pais veranstaltete Konferenz für christliche Schularbeit (swap –> austauschen von Ideen). War eine paar sehr coole Tage, war schön, die ganzen andern Paisler mal wieder zu sehen (vor allem das Irland-Team, das Edi und ich auch in den Osterferien besuchen werden
). Sehr gute Vorträge auch, die “geistlichen” kamen alle von Paul Gibbs, dem Gründer und Leiter von Pais. Das war für uns alle ziemlich mit Spannung erwartet, einer eher gespannten Spannung allerdings. Wir gucken uns ja jede Woche ein Videoteaching von ihm an, bisher waren wir nicht sonderlich von ihm überzeugt. Das ist gelinde gesagt, ich persönlich hatte öfters größere Probleme damit. Auf SWAP hat er uns auf jeden Fall alle überrascht. War wirklich sehr gut, was er gesagt hat. Ging um einen Glauben, der unverschämt ist, der immer mehr will und deswegen nach vorne geht. Sehr herausfordernd, aber auch Mut machend. Vielleicht schreib ich mal mehr drüber
Unschöne Unterbrechung der Tage bei SWAP war die Nachricht, das eine sehr gute Freundin von Christine an Krebs gestorben ist. Sie ist am nächsten Tag nach Hause geflogen, war eine Zeit lang nicht sicher, ob sie wieder kommt, letzten Sonntag hat sie das aber getan und wir sind wieder komplett. War auf jeden Fall wirklich schwierig für uns, aber auch Gelegenheit, zu sehen, wie sehr wir zusammen gewachsten sind. Das war eine sehr schöne Erkenntnis.
Direkt nach SWAP kam dann der eigentliche Grund, warum ich nichts mehr geschrieben hab: Karo
Sie war für zwei Wochen da und es war eine echt tolle Zeit. Wir waren im Lake District, dem angeblich schönsten Teil Englands (kann ich zustimmen) und haben festgestellt, wie alt wir geworden sind (wir gehen an unserem einzigen richtig freien Tag wandern, hallo???). In der ersten Woche hat sie bei Derek und Brenda geschlafen und wir haben die Gelegenheit genutzt und ihnen das Raclettegerät vorgestellt, dass ich für sie mitgebracht hab. Raclette ist hier gänzlich unbekannt, wir haben den Siegeszug jetzt angestoßen. Brenda hat sich bestimmt fünfmal überschwänglich bedankt
.
Leider war der Samstag am Lake District wirklich der einzige freie Tag, sonst gab es immer viel zu tun, Karo ist einfach mitgekommen, war auf jeden Fall schön, sie dabei zu haben…wir habens auch noch nach Manchester geschafft und waren sogar recht erfolgreich shoppen (wer uns kennt, weiß, dass das nicht unbedingt einfach ist). Ich hab innerhalb von drei Tagen drei Paar Schuhe ausgesucht! Nur eins für mich, aber trotzdem…
Letzten Freitag war dann mein Geburtstag, auch der Tag von Karos Abreise. Kein Supertiming, ging wegen Pflegepraktikum nicht anders. Aber immerhin war sie da an meinem Geburtstag
. Es war schon ein bisschen komisch, ohne Familie und andere wichtige Menschen Geburtstag zu feiern. Hatte meinen Hauskreis und das Team zu einer kleinen Feier eingeladen, das war auf jeden Fall schön, es hat aber schon was gefehlt. Zum Beispiel das Paket von meinen Eltern, das hab ich erst diesen Dienstag bekommen
.
Gestern in fünfzehn Wochen werd ich dann auch wieder in Deutschland sein. Das ist nicht viel für die vielen Dinge, die ich hier gerne noch etablieren und anstoßen möchte. Bitte betet, dass ich da wirklich mein Bestes geben kann und das Gott mir den richtigen Weg zeigt…